Donnerstag, 15. Mai 2014

Schreibtipp #1


Ich habe mir vorgenommen, nach und nach in meinem Blog meine persönlichen "Schreibtipps" zu veröffentlichen. Natürlich sind sie nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich möchte lediglich weitergeben, was mir selbst aus meiner persönlichen Erfahrung heraus beim Schreiben hilft.







SCHREIBTIPP #1: PLANEN und PLOTTEN!

Ich bin eigentlich eher ein chaotischer Mensch und bewundere oft andere dafür, wie gut sie organisiert sind. Deswegen lag es nahe, dass ich zunächst einmal einfach "drauf los" geschrieben habe. Das funktionierte auch erst einmal ganz gut. Aber mir ging es jedes Mal so, dass ich an einen Punkt im Plot kam, an dem es schwierig wurde und ich nicht so recht weiter wusste. Die Motivation, mich an den Rechner zu setzen und weiterzuschreiben sank. Wenn man ohnehin wenig Zeit hat, passiert es dann leider schnell, dass das Projekt versandet. Mein Aha-Erlebnis war der NaNoWriMo (National Novel Writing Month), bei dem ich es anders angepackt habe. Um ein Buch von 50.000 Wörtern Umfang in einem Monat schreiben zu können, brauchte es vorab gute Planung. 

Es gibt viele verschiedene Arten zu planen und zu plotten. Mir persönlich gefällt die Snowflake-Methode sehr gut. Hier übrigens noch einmal ein paar Ideen zum Plotten (englisch). Ob man sich nur ein grobes Raster macht (Anfang, Mitte, Schluss), ob man einzelne wichtige Szenen wie "Zeltstangen" benutzt, man sollte genau wissen, wo man hin möchte und wie die Geschichte laufen sollte. Viele fürchten darin einen Spontaneitätskiller. Ich plotte inzwischen sehr genau, lege sogar vorher für jede Szene grob den Inhalt fest. Dennoch entwickeln sich Dinge spontan oft anders oder die Figuren setzen sich über meine Pläne hinweg. Mir passiert es seitdem ich besser plane allerdings nicht mehr, dass ich an einer Stelle einfach nicht mehr weiter komme. Mal habe ich mehr Lust, mal weniger Lust, eine Szene zu schreiben, aber ich komme immer irgendwann über den Berg. Seit ich vorab plane und plotte, mir genaue Charakter-Biografien und Beschreibungen mache und die wichtigsten Daten über meine Handlungsorte etc. festlege, komme ich einfach besser durch den Text. Je besser ich beim "Skelett" des Textes vorgearbeitet habe, desto besser komme ich nachher zurecht, wenn es darum geht, Fleisch an die Knochen zu bringen. Meiner Erfahrung nach tötet eine gute Planung nicht die Fantasie und auch nicht die Spontaneität. Sie gibt Sicherheit und Struktur. Abweichen kann man immer noch. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen