Donnerstag, 11. September 2014

Blogtour Tag 4: Ersatztermin - heute auf Wortwucher

 
  
Willkommen zum 4. Tag der Blogtour zu "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno"!

Leider musste die eigentlich geplante Station für heute ausfallen, also sind wir heute noch einmal beim Wortwucher zu Gast. 


Heute meldet sich einmal meine Protagonistin Conny als Gastbloggerin zu Wort. Conny ist selbst Autorin und hat – unter Pseudonym – drei sehr erfolgreiche Erotikromane verfasst. 
Hier sind ihre Top 5 Schreibtipps:

Oft werde ich gefragt, wie ich es als alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern und neben meinem Halbtagsjob noch geschafft habe, zu schreiben. Dazu muss ich sagen, dass ich das Glück hatte, sehr viel Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden zu haben. Jedes zweite Wochenende sind die Kinder bei meinem Ex-Mann Torsten und dessen neuer Partnerin Ela. Auch meine Mutter, mein Bruder Tobias und dessen Mann Guido haben regelmäßig als Babysitter ausgeholfen. Sonst hätte ich wohl kaum die nötige Zeit und Muße gehabt, meine Geschichten zu Papier zu bringen. 

Darüber hinaus habe ich versucht, die folgenden Schreibtipps zu beherzigen. Ich habe sie für euch zu einer kleinen „Top 5“ zusammengefasst.

1. Ablenkung minimieren
Das ist der Punkt, der mir sicher am schwersten fällt. Mein hektischer Alltag sorgt schon für genug Ablenkung, aber ich bin darüber hinaus noch Meisterin der Selbst-Sabotage. Zwischendurch Mails checken? Mal eben schauen, was bei Facebook los ist? Mal sehen, ob sich mein Amazon-Verkaufsrang in den letzten fünf Minuten verändert hat. Jetzt könnte ich einen Kaffee vertragen. Ihr kennt das vielleicht.

Am besten wäre, man hat einen reinen Arbeitsrechner, der keine Internetverbindung hat. Ansonsten kann man auch das W-Lan deaktivieren. Dann muss man wenigstens aktiv die Verbindung wieder herstellen und kann sich unterdessen fragen: ist das jetzt wirklich nötig? Es hilft, Getränke und einen Snack für den kleinen Hunger am Arbeitsplatz parat zu stellen, um keine Ausrede zu haben. Freundinnen und Verwandte sollte man über die Arbeitszeiten informieren und eventuell auch mal den Anrufbeantworter seinen Job machen lassen, anstatt die Arbeit zu unterbrechen und dann wieder stundenlang am Telefon zu hängen. Gute Freunde haben dafür Verständnis.

2. Realistische Ziele stecken

Nehmt euch für jeden Arbeitstag realistische, kleine Etappenziele vor. Das verschafft euch Erfolgserlebnisse, die ihr braucht, um durchzuhalten. Nimmt man sich zu viel vor, wird man ständig von Frust und schlechtem Gewissen getrieben.

3. Planung ist die halbe Miete
Ich weiß, es klingt schrecklich und viele befürchten, es bremst die Kreativität. Die meisten glauben, ein wahrer Künstler lässt die Worte nur so aus sich herausfließen – er schreibt einfach drauf los und schaut, was dabei herauskommt. Es gibt Menschen, bei denen funktioniert das sogar. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Wenn ich einfach drauf los schreibe, gerate ich früher oder später in eine Sackgasse und finde es schwer, mich dann am eigenen Schopf wieder aus dem Sumpf zu ziehen. Seit ich vorher den Plot genau plane und mir Notizen zu den Charakteren, ihrer Storyline, ihrer Biographie und allen wichtigen Punkten mache, passiert mir das wesentlich seltener. Trotzdem machen meine Charaktere manchmal noch Sachen, die ich nicht geplant hatte, das heißt, ich halte mich nicht sklavisch an den Plan und bleibe im kreativen Fluss. Ein solides Grundgerüst hilft mir aber, zügig voranzukommen.

4. Lesen bildet

Wer selbst nicht liest, kann in der Regel auch nicht schreiben – das behaupte ich jetzt einfach mal ganz frech. Dabei ist es vollkommen egal, was ihr lest. Vom Groschenroman bis zu hoher Weltliteratur. Eigentlich ist eine große Bandbreite sogar sehr hilfreich. Wenn man selbst viel liest, ist das nicht nur gut für die eigene sprachliche Entwicklung, man entdeckt auch, was einem als Leser gefällt, was „funktioniert“ und was nicht. Natürlich ist das Geschmackssache, aber man kann viel über Spannungsbögen, Plot und Charaktermotivation lernen, über Dialoge, über Erzählperspektiven und vieles mehr.

5. Dranbleiben

Man hat gute Tage und man hat schlechte Tage. Mal kommt man voran und es läuft wie geschmiert – mal ist es zäh wie Sirup und man ringt um jedes Wort, starrt auf die leere Seite oder löscht mehr als man schreibt. Doch wenn man jetzt aufgibt, kommt man umso schlechter wieder in den Text hinein. Man geht beim nächsten Mal gleich mit einem negativen Gefühl heran. Im Ernstfall setze ich mich mit meinem Notizbuch hin und schreibe auf, woran es gerade hapert. Ich versuche, Lösungen zu finden. Manchmal hilft es auch, mit jemandem darüber zu sprechen. Andere Leute haben manchmal ganz einfache Ideen, wie man aus der Ecke, in die man sich hineinmanövriert hat, wieder herauskommt. Dabei ist aber wichtig, dass man Punkt 1 im Hinterkopf behält und nicht stundenlang palavert.

Das sind jetzt meine Top 5 Schreibtipps – ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es sind lediglich meine persönlichen Erfahrungen. Vielleicht helfen sie euch auch.

Liebe Grüße von eurer Conny

Hier noch die GEWINNFRAGE: Was sollte man nach Möglichkeit minimieren?

Von der Antwort merkt euch den 2. Buchstaben für das Lösungswort. Wenn ihr alle gesammelten Buchstaben am Ende der Woche richtig zusammensetzt und das Lösungswort an mich schickt: satu(dot)gustafson(at)googlemail(dot)com könnt ihr eines von drei ganz tollen buchigen Gewinnpaketen gewinnen.

Morgen geht es dann weiter bei Steffis Bücherkiste. Ihr dürft euch schon mal auf einen visuellen Beitrag einstellen. 

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