Freitag, 26. September 2014

Heute auf der Soapbox: Tödliche Begegnungen von Rosemarie Benke-Bursian


Um Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform zu bieten, sich den Lesern zu präsentieren habe ich nach der Tradition der "Soapbox Speeches" eine Ecke auf meinem Blog eingerichtet, in der ich die Autoren zu Wort kommen lasse. In maximal 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch gerne einmal hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Heute erklimmt Rosemarie Benke-Bursian für uns die Soapbox, um uns Tödliche Begegnungen zu bescheren. 

Tödliche Begegnungen - Rosemarie Benke-Bursian (Ebook)

Tödliche Begegnungen enthält vier spannende Kurzgeschichten mit überraschenden Wendungen.  





Kommentar von HendrikD: „Perfide, geschickt und rasant.“  (http://zuendegelesen.wordpress.com/ueber/)   

Leseprobe:
Was wirklich geschah „Hallo, können Sie mich hören?“ Simone versuchte sich zu erinnern, wem diese Stimme gehören könnte, doch es gelang ihr nicht.  

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„Es fühlt sich schlimmer an, als es ist“, sagte die Unbekannte, „Sie haben viel Glück gehabt.“ Glück gehabt? Simone versuchte sich zu erinnern. Wieso Glück gehabt? Wobei Glück gehabt? Fragend schaute sie die junge Frau an.
„Sie sind hier in der Theresien-Klinik, auf der Unfall-Station. Sie hatten einen Auto-Unfall. Erinnern Sie sich?“ 

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„Na, prima, sie trinken ja schon“, erklang eine sonore Stimme. Ein Arzt trat an Simones Bett. „Ich bin Dr. Ackermann. 
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„Das wird alles wieder. Außerdem haben Sie sich eine Rippe gebrochen und das rechte Schlüsselbein. Der Bruch ist aber glatt und wird gut verheilen. Das war´s. Sie haben verdammt Glück gehabt, nach allem, was ich weiß.“ Schon wieder dieses Glück gehabt. Simone schloss kurz die Augen. Sie fühlte sich kein bisschen glücklich. Nein. Ganz und gar nicht. Ein ungeheurer Druck lastete auf ihrem Brustkorb. Das konnte doch kaum die eine gebrochene Rippe sein, oder? Sie blickte dem Arzt in die Augen. Verschwieg er etwas? „Übrigens war die Polizei schon da und wollte wissen, wann sie mit Ihnen sprechen kann. Wie ist es? Kann ich sagen, Sie fühlten sich gut genug, um Fragen zu beantworten?“ Dr. Ackermann schaute Simone freundlich aber - so meinte sie jedenfalls - auch etwas distanziert an. „Warum nicht“, antwortete sie. „Viel kann ich sowieso nicht sagen. Ich habe fast keine Erinnerung. Das ging alles so schnell ...“ Dr. Ackermann nickte wieder und stand auf.  
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„Frau Weber, ich bin Kriminalkommissar Jäger und das ist mein Kollege Weissenborn. Wir möchten Ihnen ein paar Fragen stellen.“ Simone nickte. „Können Sie sich noch an die Ereignisse vor dem Unfall erinnern?“ Kommissar Jäger hatte sich auf den Stuhl neben dem Bett gesetzt, während sein Kollege im Hintergrund stehen blieb. „Es ging alles so schnell“, begann Simone. „Ich habe keine Ahnung, was eigentlich passiert ist. Die Straße war so unglaublich dunkel und dann - ja dann hat´s geknallt. Ein lauter Knall und und ... dann weiß ich nicht mehr.“
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Sie sind ganz offensichtlich ziemlich schnell gefahren. Hatten sie es eilig?“
Eilig? Ja sie war eilig gewesen. Simone erinnerte sich. Sehr eilig.  

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 Simone schaute den Kommissar an, als begriffe sie erst jetzt richtig, wen sie vor sich hatte. „Wieso ... wieso kommt da die Kriminalpolizei?“  

Kommentar der Autorin: 
Diese Sammlung ist bereits die zweite dieser Art und wie die erste „Dunkel war´s“ bei Satzweiss erschienen, eine dritte Sammlung ist in Arbeit, da ich diese Art von Kurzgeschichten selbst gerne lese und daher auch gerne schreibe.   

www.rosemarie-benke-bursian.de


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