Freitag, 14. November 2014

Heute auf der Soapbox: Dorothea Stiller mit "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno"


Um Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform zu bieten, sich den Lesern zu präsentieren habe ich nach der Tradition der "Soapbox Speeches" eine Ecke auf meinem Blog eingerichtet, in der ich die Autoren zu Wort kommen lasse. In maximal 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch gerne einmal hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Da ich aktuell keine Bewerbungen hatte, nutze ich die Gelegenheit einfach mal ein bisschen für Eigenwerbung und stelle euch meinen Roman "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno" vor, der im Juli bei Forever by Ullstein als Ebook erschienen ist. 


 Dorothea Stiller: Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno


Conny ist alleinerziehende Mutter und arbeitet als Lehrerin in Teilzeit. Wenn sie nebenbei dennoch Zeit findet, schreibt sie - erotische Romane für Frauen, oder "Hausfrauenporno", wie ihr Verleger es nennt. 

Sie bedient sich dabei des Pseudonyms C.L.Elliott und ihr neuer Verlagschef hat eine brilliante Marketingidee. Er glaubt, dass sich Connys Romane noch besser verkaufen, wenn die Leserinnen damit einen gutaussehenden Mann verbinden. So wird kurzerhand ein attraktiver Enddreißiger engagiert, der von nun an in der Öffentlichkeit den Cecil Lloyd Elliott gibt. Das Verrückte daran ist, dass der Plan aufgeht: Connys erotische Romane werden zum Megaseller. Doch der entstehende Hype um den vermeintlichen Bestseller-Autor geht Conny zunehmend auf die Nerven. Es sind doch ihre Bücher!!

Gut, dass sie genug Ablenkung hat: da wären ihre reizenden Kinder, ihre drei besten Freundinnen und deren Dating-Katastrophen, einen anhänglichen neuen Nachbarn und nicht zuletzt einen anregenden Email-Flirt mit einem Verlagskollegen. Schon bald steckt Conny mittendrin im schönsten Chaos. 

Ein amüsantes, leichtes Lesevergnügen für zwischendurch mit sympathischen Charakteren wie mitten aus dem Leben gegriffen.

„Hausfrauenporno?“, wiederholte sie.
René lachte. Er schien es witzig zu finden, dass sie offensichtlich konsterniert war.
„Entschuldige den saloppen Begriff. Erotik für eine weibliche Zielgruppe zwischen dreißig und fünfzig boomt gerade gewaltig. Grund genug für uns, eine eigene Reihe mit erotischen Romanen speziell für Frauen herauszubringen. Black Ink setzt hauptsächlich auf Krimi und Thriller. Daneben allerdings auch auf erotische Mystery und Dark Erotica für eine etwas reifere, weibliche Zielgruppe.“
Conny nickte verständig und ließ René mit seinen Ausführungen fortfahren.
„Aber das ist längst nicht alles. Schließlich verkauft man heute nicht mehr das Buch allein.“
„Nicht?“ Conny runzelte die Stirn.
„Aber nein, man verkauft ein Gesamtpaket. Printausgabe, E-Book und vergessen wir nicht die Verwertung der Nebenrechte wie Taschenbuchausgabe, Übersetzung des Titels in andere Sprachen und Hörbuch bis hin zu den buchfernen Nebenrechten wie Bühnenbearbeitung, Verfilmung oder beispielsweise Videospiele. Dann gibt es jede Menge Peripherie. Für Black Ink wird es einen ganz fabelhaften Online-Auftritt geben – das wird dir gefallen - mit Trailern zu einzelnen Buchtiteln, Fan-Lounges für die Autoren, Frageboxen für die Fans, in denen Leserfragen regelmäßig von den Autoren beantwortet werden, Chat und Foren – und natürlich entsprechende Auftritte in Social Networks wie Facebook und Twitter.“
„Aha.“ Conny gab sich Mühe zu folgen. Das Marketing interessierte sie ehrlich gesagt nicht besonders. Sie wollte Bücher schreiben und gut. Natürlich wollte sie die Bücher auch verkaufen, aber darum kümmerte sich schließlich der Verlag.
„Online können die Fans alles erfahren von witzigen Einblicken in das Leben ihrer Lieblingsautoren und den Entstehungsprozess eines Buches bis hin zum Terminkalender für die Buchtour. Was uns auch gleich zum Thema Lesereise bringt. Du hattest am Telefon bereits deine problematische Situation angesprochen.“
„So problematisch ist sie gar nicht. Ich habe inzwischen mit meiner Mutter gesprochen und sie kann die Kinder eine Weile nehmen“, versicherte Conny. „Bloß drei Wochen sind zu viel. Das geht alleine wegen der Arbeit nicht. Ich kann nur in den Schulferien weg.“
„Die Veranstalter reißen sich um die Termine. Eine Woche ist definitiv zu kurz.“ René tippte mit der Spitze eines Kugelschreibers auf der Tischplatte herum. „Genau deswegen wollte ich dich sehen. Ich denke, wir haben die perfekte Lösung für dein Problem gefunden. Das dürfte dir gefallen.“
 
http://www.dorothea-stiller.de

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Ihr findet mich auch auf Twitter: @StillerDorothea 

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