Freitag, 5. Dezember 2014

Heute auf der Soapbox: Heidi Oehlmann mit "Wenn Rache süchtig macht"



Um Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform zu bieten, sich den Lesern zu präsentieren habe ich nach der Tradition der "Soapbox Speeches" eine Ecke auf meinem Blog eingerichtet, in der ich die Autoren zu Wort kommen lasse. In maximal 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch gerne einmal hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Heute erklimmt die Soapbox Heidi Oehlmann mit "Wenn Rache süchtig macht".


Heidi Oehlmann: Wenn Rache süchtig macht (Krimi)

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Die wenigsten Menschen können mit Kritik umgehen. Erst recht nicht, wenn es sich um Bemerkungen über das eigene Aussehen handelt. Wenn solche kritischen Äußerungen dann auch noch beleidigend werden, kommen schnell mal Rachegedanken auf, die meist nicht in die Tat umgesetzt werden. Ganz anders ist es bei Betty der Protagonistin in dem Buch. Nach ihrer ersten Vergeltungstat findet sie so großen Gefallen daran, dass es in einer regelrechten Sucht ausartet.

KLAPPENTEXT:
Die Verwaltungsangestellte Betty hatte es nie leicht in ihrem Leben. Bereits im Kindesalter wurde sie von ihren Mitschülern wegen ihres massiven Übergewichts aufgezogen. Die Hänseleien zogen sich weiter durch ihre Jugend bis ins Berufsleben hinein. Eines Tages asst sie den Entschluss, dass es aufhören muss. Also krempelt Betty ihr ganzes Leben um. Von einem Tag auf den anderen verzichtet sie diszipliniert auf sämtliche Dickmacher und beginnt Sport zu treiben. Der Erfolg lässt nicht allzu lange auf sich warten. Das motiviert die junge Frau, weiterzumachen. Sie lässt sich von niemandem in ihren Lebensstil reinreden, auch nicht von ihrer Mutter Renate, die keinen Wert auf kalorienbewusste Ernährung legt.
Eines Tages eskaliert es zwischen Renate und ihrer Tochter so sehr, dass Betty ihrer Mutter einen Denkzettel verpasst. Zu ihrem Erstaunen geht die Sache anders aus, als sie es erwartet hätte. Nach anfänglicher Betroffenheit spürt Betty, dass ihr die Tat Genugtuung verschafft hat. So entsteht in ihrem Kopf die Vorstellung, sich an jedem zu rächen, der ihr jemals wehgetan hat. Ein paar Jahre später setzt sie ihren Plan endlich in die Tat um und merkt schnell, dass sie süchtig nach Rache ist.

LESEPROBE:
»Betty, ich kann immer noch nicht glauben, dass du es wirklich bist. Du hast dich so extrem verändert. Das ist echt unglaublich«, sagt Frank, während er mich regelrecht anstarrt.
»Stimmt. Das war aber auch ein hartes Stück Arbeit. Das kann ich dir sagen.«
»So wie du ausgesehen hast, glaube ich dir das.«
Ich schweige. Denn zu solch einer Beleidigung fällt mir nichts mehr ein. Jetzt wird mir wieder bewusst, warum ich hier bin. Der einzige Grund ist Rache. Auch wenn Frank vielleicht etwas anderes glauben mag.
»Entschuldige, so habe ich das nicht gemeint! Ich habe nur wahnsinnigen Respekt vor deiner Leistung«, höre ich Frank sagen.
Da hat wohl doch jemand einen Hauch von Feingefühl, denke ich.
Natürlich spreche ich meine Gedanken nicht laut aus, noch nicht.
Um das Ende des Treffens herbeizuführen, versuche ich Frank ganz dezent auf meinen Gurkensalat hinzuweisen. Ich nehme einen der Löffel, die auf der Decke liegen, und führe ihn in den Gurkensalat. Als der Löffel randvoll mit dem Salat befüllt ist, halte ich ihn vor Franks Gesicht und sage: »Mit gesunder Nahrung ist alles möglich. Du glaubst gar nicht, wie oft ich diesen Salat schon gegessen habe. Und er schmeckt mir immer noch. Probier ihn mal!«
Frank lässt sich nicht lange bitten. Er öffnet seinen Mund und lässt sich von mir füttern.
»Lecker! Davon könnte ich noch mehr vertragen.«
»Gut, sollst du haben.«


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