Montag, 5. Januar 2015

Die Montagsfrage geht weiter - beim Buchfresserchen: 05. Januar 2015

Svenja vom Blog "Buchfresserchen" veröffentlicht jeden Montag eine neue Frage, und dann hat man bis zum nächsten Montag Zeit, sie zu beantworten.

Dieses Mal lautet die Frage: Gibt es Erzähltechniken, die dich beim Lesen stören?

Ich bin spät dran, aber die Frage gefällt mir so gut, dass ich einfach antworten MUSS. 

Es gibt eine Reihe Erzähltechniken, die mich nerven. Aber meine ganz eigenen "pet peeves" sind vor allem unnatürliche Dialoge, in denen die Gesprächspartner Dinge erwähnen, die eigentlich beiden klar sind. Also quasi Info-Dump im Dialog.

Beispiel: "Wie gefällt dir denn dein neuer Job als Sekretärin bei der bekanntesten Pharma-Firma Kanadas?"

Ihr wisst, was ich meine, oder?

Außerdem stört mich eine unsaubere Erzählperspektive. Zum Beispiel ein einzelner auktorialer/allwissender Erzählerkommentar innerhalb einer personalen Erzählung nach dem Motto: "Was sie nicht sah war, dass hinter ihrem Rücken eine Gestalt aus den Schatten der Bäume trat."
Oder wenn eigentlich aus der Sicht einer Figur erzählt wird, dann aber trotzdem Gefühle oder Gedanken anderer Figuren erwähnt werden. 


Beispiel: "Nina setzte sich und sah Jens ernst an. Sie wusste, dass es Zeit war, mit der Wahrheit herauszurücken, auch wenn sie sich davor scheute. Jens war nervös. Worüber wollte sie nur mit ihm sprechen?"

Kommentare:

  1. Pet Peeves - ein schönes Wort :3
    Ich kann total nachvollziehen, was du meinst. Wer redet denn bitte so? Zum Glück habe ich noch nicht so viele Bücher dieser Art erwischt.

    Liebe Grüße
    Smarty

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na ja, ich habe es ein bisschen übertrieben, damit es deutlicher wird, aber solche Dialoge kommen mir beim Lesen schon öfter unter. Da werden dann Dinge erwähnt, die beiden Gesprächspartnern absolut klar sind und die nur der Information des Lesers dienen und das wirkt ganz schrecklich.

      Löschen