Mittwoch, 11. Februar 2015

Von Schicksalsschlägen und Poetry Slams

Eckdaten zum Buch:

Autor/in: Colleen Hoover

Titel: Weil ich Layken Liebe


Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Jugendbuch, Liebesroman


Länge: 353 Seiten

Thema: Liebe auf den ersten Blick mit Hindernissen


Plot in einem Satz: Nach dem Tod des Vaters zieht Layken mit Mutter und Bruder von Texas nach Michigan, wo sie sich in den Nachbarn verliebt, der sich jedoch nach drei glücklichen Tagen plötzlich als ihr Lehrer entpuppt.




Cover: Passt ganz gut zum zentralen Thema Poetry Slams, aber nicht spektakulär. 

Erster Satz:  Nachdem Kel und ich die letzten beiden Kartons in den Möbelwagen gewuchtet haben, ziehe ich mit einem Ruck die Klappe zu, lege den Riegel um und sperre damit achtzehn Jahre Erinnerungen weg, die alle auf die eine oder andere Weise mit meinem Vater verknüpft sind.

Inhalt: Nach dem Tod des Vaters ziehen die achtzehnjährige Layken, ihr jüngerer Bruder Kel und Mutter Julia von Texas nach Michigan. Layken ist überhaupt nicht begeistert, doch ändert sich das sehr rasch, als sie sich Hals über Kopf in den einundzwanzigjährigen Nachbarn Will verliebt, der mit seinem jüngeren Bruder Caulder nebenan wohnt. Während Kel und Caulder unzertrennliche Freunde werden, verbringen Layken und Will drei Tage zusammen, in denen sie sich unsterblich ineinander verlieben. Nach einem Date, bei dem sie einen Poetry Slam besuchen, küssen sich die beiden. Doch dann folgt die Ernüchterung: (SPOILER) Will unterrichtet an Laykens High School. Sie brechen die Beziehung sofort ab. Es folgen noch einige Schicksalsschläge und viel Hin und Her.

Was mir gefallen hat:

Ich habe mich für das Buch aufgrund der vielen guten Bewertungen entschieden. Es klang nach einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die mit Poesie verwoben wird. Grundsätzlich ist die Idee auch nicht verkehrt. Die Grundidee der Lehrer-Schülerin-Beziehung fand ich nicht schlecht und auch die Idee, Poetry Slams und Slam-Texte in die Story mit einzubeziehen, fand ich nicht schlecht. Insgesamt konnte mich das Buch aber leider nicht überzeugen.

Was mir nicht gefallen hat:  

Es war mir alles zu dick aufgetragen und zu konstruiert. Warum kommt Will nicht auf die Idee, Layken zu fragen, ob sie noch zur Schule geht? Gerade ein sehr junger Lehrer ist da sicher sensibel. Warum kann er nicht einfach die Schule wechseln oder warum warten sie nicht einfach ein Jahr? Die zusätzliche Zuspitzung durch einen weiteren Schicksalsschlag hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht und Eddies Geschichte - obwohl ich den Charakter durchaus sympathisch fand - ist auch ziemlich klischeehaft. Trotz tragischer und trauriger Ereignisse, wird hier alles in Zuckerguss gehüllt und Layken reagiert meistens ziemlich unreif. Ich konnte mich mit ihr nicht gut identifizieren.

Wem würde ich das Buch empfehlen?

Ich glaube, dass das Buch für jüngere Leser ganz gut geeignet ist. Es ist sehr dick aufgetragen und erinnert mich ein bisschen an Fernsehserien. In jüngeren Jahren konnte ich da mit einem weniger kritischen Auge herangehen und hätte es vermutlich mehr genießen können. Daher glaube ich, dass es als Jugendbuch trotzdem eine schöne, schnell zu lesende Liebesgeschichte abgibt.

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