Dienstag, 12. Mai 2015

Gemeinsam Lesen 12. Mai 2015

Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher, ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei.

Diese Woche gibt es folgende Fragen: 

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

4. Welche Blogbeiträge lest ihr bei anderen besonders gern? Und habt ihr selbst Kategorien oder Beiträge, die ihr lieber schreibt als andere?



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



Ich lese gerade "Lycidas" von Christoph Marzi und bin auf Seite 475 von 863 (bzw. 55% auf meinem Reader). 
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Er hatte ihr bereits offenbart, dass er sie hübsch fand. 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich finde es bisher absolut toll, wie Christoph Marzi alle möglichen Mythen und Geschichten in seine eigene Welt eingewebt hat und wie fantastisch er die Topografie von London ausnutzt. Ich war selber sehr oft in London und habe ein Jahr in der Nähe von London gelebt. In der Zeit hatte ich einen Freund in Nordlondon und war dementsprechend oft dort. Ich kenne mich also sehr gut aus in der "Stadt der Schornsteine am dunklen Fluss" wie es im Buch so schön heißt, und da macht es dann richtig Spaß, das Buch zu lesen, weil man wirklich mittendrin ist und Plätze und Eigenheiten der Stadt sehr lebensnah abgebildet sind und in eine Fantasiewelt gerückt werden, die dadurch absolut möglich und realistisch erscheint. Das ist schon clever gemacht. Es gibt auch immer wieder eine Menge netter Zitate, die ich mir markiert habe, weil der Mentor der Hauptfigur und auch andere "weise" Charaktere immer mal wieder ganz nette Lebensweisheiten von sich geben. Das gefällt mir auch. Was mich allerdings ein bisschen nervt ist die inkonsequente Erzählperspektive.
Als Autorin kann ich verstehen, dass das schwer ist. Man hat eine Hauptfigur, an der man dranbleiben will, die aber nicht alles weiß und nicht in alle Hintergründe eingeweiht ist. So hat sich der Autor entschieden, die Ich-Perspektive des Mentors der Hauptfigur Emily zu wählen. Dann aber erzählt er wieder, was Emily denkt und fühlt und es gibt sogar innere Monologe aus Emilys Sicht oder der anderer Personen (wie ihrer Freundin Aurora). Das heißt, der Ich-Erzähler springt plötzlich in einen personalen Erzähler, der dann auch noch mal der einen Figur und mal der anderen Figur näher steht. Das finde ich ein bisschen sehr verwirrend. Und wenn dann plötzlich wieder von "ich" die Rede ist, fragt man sich manches Mal: "Hä? Wer jetzt "ich"? Ach so, ja...das war ja Wittgenstein, der Mentor." Ich glaube, da wäre es geschickter gewesen, sich für einen personalen Erzähler zu entscheiden, der zwischen den Figuren springt und mal bei dem einen auf der Schulter hockt und mal bei dem anderen...sozusagen. Das wechselt dann zwar auch, ist aber leichter nachzuvollziehen als der Sprung von der Ich-Perspektive zum personalen Erzähler. Oder man hätte vielleicht auch einen klassischen auktorialen Erzähler wählen können. Auch wenn ich sonst nicht so der Fan davon bin. 


4. Welche Blogbeiträge lest ihr bei anderen besonders gern? Und habt ihr selbst Kategorien oder Beiträge, die ihr lieber schreibt als andere?

Das ist eine gute Frage. Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich lese gerne Rezensionen von Büchern, die ich bereits gelesen habe oder bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie mir gefallen könnten. Außerdem lese ich gerne Interviews und Aktionen wie das Gemeinsame Lesen. Allgemeine Artikel zu buch-bezogenen Themen finde ich auch immer wieder interessant, sowie natürlich Schreibtipps bei den Buchblogs, die von Autoren kommen. Ich selber schreibe gern Rezensionen, genieße diese gemeinsamen Aktionen und schreibe auch ganz gerne allgemeine Artikel. Bloß komme ich viel zu selten dazu. Müsste mal wieder einen Schreibtipp verfassen. :-D





Kommentare:

  1. Ich finde es immer schwierig, wenn zu sehr in den Perspektiven gewechselt wird. Dann passiert einfach das, was du auch beschrieben hast: Man ist verwirrt und manchmal verliert man dann die Lust an einem Buch,das vielleicht von der Thematik richtig klasse ist. Das finde ich dann sehr schade.

    Schreibtipps finde ich immer toll. Auch die Art und Weise, wie man eine Rezi schreiben sollte. Nur ist es da schwierig, das richtige Maß zu finden, da es so viele verschiedene Ansätze gibt. Aber letztendlich finde ich, muss man immer für sich selbst die richtige Variante finden, mit der man glücklich ist.

    Gemeinsam Lesen bei Wolfhound

    Liebste Grüße, Wolfhound

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  2. Huhu

    Ach ja Lucindas wollte ich schon lange einmal lesen :) wie es aussieht findest du das Buch toll. Muss ich mir unbedingt merken.

    Liebste Grüsse
    Denise

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  3. Hey =)

    Dein Buch klingt wirklich interessant, aber die 800 Seiten schrecken mich grad total ab ^^. Bin aber gespannt was du am Ende sagst!

    LG
    Anja

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  4. Hallo,

    oh ich hatte bisher gar nicht so auf dem Schirm, dass die Bücher in London spielen (ja ich weiß, da ist der Big Ben drauf, aber ich habe eine andere Ausgabe) - ein Grund mehr, dass ich mir die Trilogie vervollständige und die Bücher lese - ich habe nämlich genau wie du in London gelebt (wenn auch leider nicht so lange) und dadurch ist es für mich auch immer toll, wenn Bücher dort spielen und man die Schauplätze kennt. :)

    Bei der letzten Frage ähneln wir uns ja wirklich sehr und mögen meist die gleichen Dinge bei Blogs am liebsten lesen - schön. :)

    Liebe Grüße,
    Anna

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  5. Huhu!

    Es ist lange her, dass ich Lycidas gelesen habe... An die Erzählperspektiven kann ich mich gar nicht so richtig erinnern! Ich hatte es auch gar nicht als solchen Wälzer in Erinnerung. :-)

    LG,
    Mikka

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    1. Wahrscheinlich, weil du so schnell liest. :-) Da kommt es einem nicht so dick vor.

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  6. Huhu,

    ich liebe die Lycidas-Reihe. Aber ich muss gestehen, dass ich mit Teil 1 ein wenig schwer tat, auch wenn es mir gut gefallen hat. Aber Teil 1 fand ich auch vom Stil her zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. Was mich auch irritiert hat, war, dass Wittgenstein in der Gegenwart etwas von der Vergangenheit erzählt und von dort noch weiter in die Vergangenheit rutscht und noch ein bisschen weiter. Irgendwann wusste ich nicht mehr so genau, in welcher "Gegenwart" ich eigenlich bin :-) Teil 1 war für mich sowas wie die Einführung in die restlichen Bücher :-)

    LG
    Kata

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  7. Hey :)
    Die Lycidas-Reihe war leider nicht so meins, aber das lag vielleicht auch daran, dass ich in dem Moment eher Lust auf Mythologie hatte :3 Wenn sie hier so angepriesen wird, sollte ich es vielleicht noch mal versuchen :P

    LG
    Anni-chan

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  8. Ach Lycidas liegt schon so unsagbar lange auf meinem Sub und ich sollte das Buch endlich mal lesen.Ich bin gespannt, ob ich besser mit den Perspektiven klar komme.

    Liebe Grüße

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  9. Ach Lycidas liegt schon so unsagbar lange auf meinem Sub und ich sollte das Buch endlich mal lesen.Ich bin gespannt, ob ich besser mit den Perspektiven klar komme.

    Liebe Grüße

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  10. Das Cover gefällt mir so richtig gut - nur bei der Geschicht bin ich mir nicht sicher, ob sie was für mich wäre. Ich werde mir wohl mal eine Leseprobe anschauen. :-)
    Viel Spaß noch beim Lesen!

    LG Sabine

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  11. Hey,
    ja - ich habe das Buch inzwischen beendet und es war ganz gut, aber ich glaube, ich war einfach nicht in der richtigen Stimmung. Irgendwie war es mir ein bisschen zu platt - schade eigentlich. Das Cover war so anregend und die Beschreibungen von Eissorten waren so gut, dass ich Lust auf Eis bekommen habe.

    Danke für deinen Kommi!

    Liebe Grüße,
    Linda

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  12. Huhu,
    um diese Reihe schleiche ich nun auch schon eine Weile rum, nach deinen Zeilen sollte ich das Buch mal wieder näher in Betracht ziehen :-)
    Ich lese bei anderen Blogs gern quer. Rezensionen interessieren mich auch, besonders, wenn ich das Buch selbst schon gelesen habe, so kann ich sehen, wie andere die Dinge so sehen.
    LG Kristin

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