Montag, 5. Oktober 2015

Kochbuch: Macarons für Anfänger von Aurélie Bastian


Wie schon in meinem Monatsrückblick angekündigt, werde ich euch hier von meinen Macaron-Backversuchen berichten und meine Meinung zu Aurélie Bastians Anleitungs- und Rezeptbuch kundtun.

Aurélies Macaron-Backbuch ist fast genauso hübsch anzusehen wie das französische Kultgebäck. Ich wollte lange schon mal probieren, diese kleinen bunten Leckereien zu fabrizieren, habe mich aber nie so recht rangetraut. Im Internet bin ich über Tutorials von Aurélie gestolpert - absolut sehenswert mit charmantem französischem Akzent. So bin ich auf dieses Backbuch gestoßen, das ganz einfach Schritt für Schritt erklärt, wie man Macarons aus französischer Meringue backt und noch ein paar interessante Rezepte mitliefert.

Meine Recherche und meine Backversuche haben zu Tage gefördert, dass es zwei Arten gibt, einen Macaron-Teig (die Macaronnage) herzustellen: mit französischer oder mit italienischer Meringue. Aurélie verwendet für ihre Macarons die französische. Der Vorteil: diese ist mit wesentlich weniger Aufwand herzustellen, weil das Eiweiß einfach roh geschlagen wird. Wichtig ist lediglich, das Mandelmehl mit dem Puderzucker wirklich ganz ganz fein zu mahlen und zu sieben.

Aurélies Methode ist weniger aufwändig, meiner Erfahrung nach aber etwas anfälliger als die in der Herstellung etwas kompliziertere italienische Meringue. Man braucht schon ein paar Versuche, bis man raus hat, wie der eigene Ofen tickt und wie lange man die Macaron-Tupfen trocknen lassen muss, bevor sie in den Ofen wandern. Aurélie hat alles sehr anschaulich beschrieben und die Rezepte sind einfach und klassisch. Schoko, Vanille, Himbeer, Zitrone, Pistazie - aber es gibt auch ein paar experimentellere Sorten: Olivenöl-Macarons etwa oder Wasabi. An die habe ich mich natürlich noch nicht herangetraut. Auch eine Abwandlung der berühmten Ispahan-Macarons darf hier nicht fehlen. Ich finde die Zusammenstellung der Rezepte sehr sinnvoll und ansprechend.

Die Aufmachung des Buches ist hochwertig und ansprechend. Es ist die Art Buch, die man auch auf dem Couchtisch liegen lassen kann, einfach nur zum Anschauen. Die Bilder sind wunderschön und man kann schwelgen.

Persönlich komme ich allerdings besser mit der italienischen Meringue zurecht und gebe hier ein Sternchen Abzug, weil sie als alternatives Grundrezept nicht enthalten ist. Allerdings wollte die Autorin es eben einfach halten. Vielleicht liegt es an mir oder an meinem Ofen - jedenfalls ist beim Probebacken die französische Meringue fehleranfälliger gewesen als die italienische. Trotzdem eine klare Empfehlung für Macaron-Fans oder solche, die es werden wollen. Schon allein als Coffee Table Book macht es etwas her.



Einige meiner ersten Versuche seht ihr hier...

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