Sonntag, 17. Januar 2016

Ein bisschen Mord zum Fünf-Uhr-Tee?


Buchbesprechung zur Anthologie "London Killing" 

Die Anthologie "London Killing" erschien im Mai 2015 beim Atlantik Verlag (Hoffmann & Campe), herausgegeben von Meike Stegkemper.

Ich verlasse hier mein übliches Muster für Buchbesprechungen, da es sich hier um eine Anthologie und nicht um einen Roman handelt. 

Eckdaten zum Buch
Erschienen: Mai 2015, Atlantik Verlag
Umfang: 288 Seiten
Herausgeberin: Meike Stegkemper

Inhaltsverzeichnis

Sechsmal Napoleon - Arthur Conan Doyle
Die mysteriöse Wohnung - Agatha Christie
Es gehören zwei dazu - Cyril Hare
Spürnasen - Dorothy L. Sayers
Miss Emeline - Monica Lee
Die Marmordiebin - Edgar Wallace
Das blaue Kreuz - G.K. Chesterton
Der Doppelgänger - Christianna Brand
Das Küchenschrapnell - John Sladek
Der gefallene Vorhang - Ruth Rendell
Überstandene Krise - Nigel Abercrombie
Das Mädchen, das Friedhöfe liebte - P.D. James



Mein Eindruck:

Als großer London-Fan haben mich Titel und Cover natürlich magisch angezogen. Das U-Bahn-Schild, die Krone und das schöne Royal-Blau sind einfach ein Hingucker. Der Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät, es finden sich überwiegend die Klassiker des Krimi-Genres in dieser Anthologie. Da ich jemand bin, der eher selten zum Krimi greift, passt das sehr gut, denn für mich waren die meisten Geschichten (bis auf die Sherlock-Holmes-Geschichte) noch neu. Bei einem ausgesprochenen Krimi-Fan, wie es zum Beispiel meine Großmutter war, bei der sich die Krimi-Taschenbücher fast bis unter die Decke stapelten, dürfte es anders aussehen. Ich würde das Buch also eher für Leser empfehlen, die Krimis in Maßen genießen - und natürlich für London-Fans. 
Die Geschichten sind sehr schön gemischt und maximal etwas über dreißig Seiten lang. Sie eignen sich also gut als "Gute-Nacht-Lektüre" oder für Bahnfahrten, das Wartezimmer oder abendliche Mußestunden, in denen man in die besondere Atmosphäre der britischen Metropole eintauchen möchte. Der Umfang ist auch gerade richtig, das Buch weder zu dünn noch zu dick, so dass es auch noch in die Handtasche passt. 

Ich kann diese Anthologie durchaus empfehlen, da sie sich auch als Geschenk für London-Fans natürlich gut eignet. Für hartgesottene Krimi-Junkies dürfte zu viel Bekanntes darin enthalten sein, aber für Gelegenheits-Kriminologen eine schöne Gelegenheit, einmal einen kurzen Einblick in Geschichten einiger der bekanntesten Vertreter des Genres zu gewinnen (Conan Doyle, Christie, Sayers, Wallace, Chesterton, Rendell...) - also eher eine nostalgische Sammlung. Mir gefällt sie gut. 

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