Freitag, 22. Januar 2016

Heute auf der Soapbox: Svea L. Porter mit "Bran House - WG mit Herz"


Meine Rubrik "Soapbox" soll Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform bieten, sich den Lesern zu präsentieren. Die Idee dazu habe ich mir von der Tradition der "Soapbox Speeches" geliehen. Man steigt einfach auf eine Kiste und hält eine Rede über das, was einem am Herzen liegt. Hier klettern die Autoren selbst auf die Kiste und stellen ihr Buch in ihren eigenen Worten vor. Ich mische mich nicht ein. In etwa 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren.

Heute erklimmt die Soapbox die Autorin Svea L. Porter und stellt uns ihren Liebesroman "WG mit Herz" aus ihrer neuen Reihe "Bran House" vor. 






Svea L. Porter "Bran House - WG mit Herz"

Warum passiert so etwas immer mir?
Ida Jacobson kann es nicht fassen! Der Besuch bei ihrer Freundin verläuft vollkommen anders als geplant: Marie fliegt Hals über Kopf in die Vereinigten Staaten, um ihren Liebsten zurück zu gewinnen. Sie lässt Ida nicht nur ratlos, sondern auch mit einem Schlüssel zurück. Der gehört zu ihrem WG-Zimmer im Bran House – im Herzen Schottlands!
Aber wie soll Ida dort zur Ruhe kommen, wenn sie sich mit fünf chaotischen Mitbewohnern herumschlagen muss? Vor allem Craig, der Mann mit den schönsten Augen der Welt, macht sie nervös. Warum verhält er sich so abweisend, während ihr Herz in seiner Gegenwart schneller schlägt?

Textprobe:

„Hallo, ist irgendwer zu Hause?“ 
Ich schrie auf, als ein dunkler Blitz durch die Tür und genau auf mich zuschoss. Erschrocken presste ich mich an die Wand, bis ich begriff, dass es sich um einen Hund handelte. Um einen großen, zotteligen, dreckigen Hund. Die Zunge hing im quer aus dem Maul und er beäugte mich, so als überlegte er, ob ich einen Ball oder etwas zu Fressen bei mir trug. Und was er tun sollte, um daran zu kommen. Zu meinem Leidwesen entschied er sich rasch und sprang an mir hoch. Seine Riesenpfoten trafen auf meine Oberschenkel und ließen mich taumeln.
„Ähm, hallo.“ Ich versuchte, ihn wegzuschieben. Nicht zu fest, nachher fasste er – oder sie? – das noch als Angriff auf, aber fest genug, um klarzustellen, was ich von solchen Überraschungsbegrüßungen hielt. Nämlich nichts. Ich hatte großen Respekt vor Hunden und zog es vor, mich ihnen langsam zu nähern, ehe ich auf Kuschelkurs ging.
Mit meinen Versuchen erntete ich pure Begeisterung. Die dunklen Augen des Hundes strahlten, er japste und leckte mir quer über den Handrücken. Igitt!
„Ja, du bist ein Guter, aber nun geh bitte wieder zu deinem Herrchen oder Frauchen, okay?“ Sicher gehörte er einem von Maries Mitbewohnern, wenn nicht sogar diesem Baxter. „Los, geh!“
Er bellte, und ich zuckte zusammen. „Pssst, ist schon gut!“
Zunge, bellen, hecheln. Er drehte sich einmal um sich selbst und wedelte dabei so heftig, dass der gesamte Hundehintern wackelte. Dann sprang er wieder an mir hoch. Seine Krallen gruben sich durch meine neue, khakifarbene Hose in meine Oberschenkel.
„Das darf ja wohl nicht wahr sein!“ 
Die Stimme erschreckte und verwirrte mich zugleich. Ich hätte das rufen sollen! 
Der Hund war ebenso überrascht wie ich, ließ von mir ab und hüpfte voller Entzücken auf den Mann zu, der soeben die Treppe herunter kam. Er war groß, schlank und trug einen dunklen Anzug zu einem weißen Hemd. Seine Haare waren kurz, die Lippen hatte er zu einem Strich zusammengepresst. Als der Hund zur Abwechslung an ihm hochsprang, brüllte er Unverständliches und wedelte gleichzeitig mit den Armen. 
Das Tier blieb stehen, drehte sich um und flüchtete nach draußen, als wäre es vom Blitz getroffen worden. Zurück blieben Stille, der Fremde … und ich. Meine Hände glänzten feucht von den Liebesbekundungen des Hundes, und ich wischte sie unauffällig an meiner Jacke ab. 
Der Mann wandte den Kopf und sah mich strafend an. Er machte den Anschein, als stünde er kurz davor, zu explodieren.
„Das glaube ich einfach nicht“, sagte er mühsam beherrscht. Seine Aussprache klang sehr oxford und höflich. Ich stellte mir vor, wie er eine Tasse Tee trank und dabei den kleinen Finger abspreizte.



Mehr über Svea könnt ihr unter anderem HIER erfahren. 



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