Sonntag, 30. Oktober 2016

Sonntagsbrunch mit der Autorin Britta Orlowski

Auch heute freue ich mich wieder über einen interessanten Brunch-Gast, nämlich die Autorin Britta Orlowski, die quasi gleich zwei Hobbys zum Beruf gemacht hat. Denn in Brittas St. Elwine-Romanen, von denen bereits vier Bände erschienen sind, geht es um die Liebe und ums Quilten. Ich kenne Britta über die Autorenvereinigung DELIA (Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen)und freue mich, dass sie Zeit und Lust hatte, heute mit uns zu brunchen.




Liebe Britta, für alle Autoren gibt es zunächst die obligatorischen Brunch-Fragen:
Kaffee oder Tee? Tee - unbedingt

Milch, Zucker, schwarz? Äh Früchtetee?

Herzhaft oder süß? Süß!

Warm oder kalt? Kommt auf die Jahreszeit an. Soll ich Erdbeerpunsch mitbringen?
Oh, ja! Erdbeerpunsch!!! :-)

1. In deiner Vita lese ich, dass Geschichten für dich schon in der Kindheit eine große Rolle gespielt haben. Kannst du dich noch an eine besondere Geschichte erinnern, die dir damals erzählt oder vorgelesen wurde?

Vor allem waren das die Bücher, die ich selbst gelesen habe. Pippi Langstrumpf, der Trotzkopf, Die Ameise Ferdinand, Käuzchenkuhle. Hach, es waren sehr viele. Ich fand es faszinierend, dass die Figuren in meinem Kopf lebten. Ich sah sie wie im Film vor mir.

2. Du bist deinem Traummann bereits im zarten Alter von fünf Jahren begegnet. Damals war die Sympathie aber noch nicht so besonders groß. Wie hat er dich davon überzeugt, dass er doch der Eine ist?

Er lief mir Jahre später genau im richtigen Moment über den Weg: und kam, sah und siegte. Vollends überzeugt hat mich unser erster Kuss. Und er verstand mich, obwohl ich so eine verkorkste Nudel war.

3. Ich bin was Handarbeiten angeht nicht so besonders geschickt und viel zu ungeduldig. Meine Nähversuche enden meistens in wildem Gefluche meinerseits und einer Reihe unfertiger Teile auf dem Dachboden. Als Patchwork-Laie kann ich mir daher wenig unter einem Quilt-Roman vorstellen. Inwiefern spielt Patchworken und Quilten in deinen St. Elwine-Romanen eine Rolle?

Es bildet das Setting, den sogenannten Rahmen. In St. Elwine gibt es eine örtliche Patchworkgruppe – Frauen, die dasselbe Hobby pflegen und zusammen nähen. Stets eine von ihnen ist die Hauptfigur im Roman.

4. Deine Romane spielen unter anderem an einem fiktiven Örtchen an der Ostküste der USA. Warum hat es dich literarisch speziell dorthin gezogen? Warst du selbst schon einmal dort?

Der Grund ist, dass in den USA nahezu jeder weiß was ein Quilt ist. Dort ist Patchwork und Quilting eine Volkskunst.

5. Du hast dich in „Liebe misst man nicht in Jahren“ aber auch mit ernsteren Themen beschäftigt. Die Liebe ist bei dir aber sicher zentrales Thema. Könntest du dir auch vorstellen, dich einmal an einem anderen Genre zu versuchen?

Nun, alle meine Romane haben ernste Themen, die ich versuche in eine leichte Geschichte zu packen. Liebe ist immer das zentrale Thema, wobei aber stets auch ein spannender Handlungsstrang mit der Liebe konkurriert. Teilweise haben meine Romane Krimi-Charakter, oft Thrill-Elemente. Ohne Liebe gibt es bei mir nichts, egal ob ich historisch, zeitgenössisch oder als Jugendbuchautorin unterwegs bin. Inzwischen sind sieben meiner Romane veröffentlicht worden.

6. Bei welchem Buch würdest du dir wünschen, dass du es geschrieben hättest? 

Ach, das ist schon in Ordnung, dass ich Bücher von anderen Kollegen mag. Schließlich bin ich auch Leserin und als solche möchte ich vergessen können, dass ich Autorin bin. Meine eigenen Bücher liebe ich aber auch von ganzem Herzen. (Wenn ich das hier mal so sagen darf.)
Aber natürlich. Das ist schließlich die Voraussetzung dafür, dass man mit Herzblut schreibt und die Leser/innen das auch spüren.

7. Was ist für dich das Schönste am Schreiben?

Das Erfinden völlig neuer Geschichten. Ich bin eben die geborene Geschichtenerzählerin.

8. Was ist für dich die größte Schwierigkeit beim Schreiben? 

Mir die Zeit zu nehmen, obwohl ich noch einen anderen Job habe und dann alles unter einen Hut zu bringen. Ach, nun ja und es könnte besser bezahlt werden.
Oh ja! Da stimme ich voll und ganz zu!

9. Passiert es dir, dass sich Charaktere auch schon einmal verselbstständigen und Dinge tun, die du so gar nicht geplant hattest? 

Andauernd passiert das.

10. Trifft dich Kritik? Wie gehst du damit um? 

Gute Kritik nehme ich mir zu Herzen und denke, da hättest du mal auch selbst drauf kommen können. Meine Lektorin kann ein Lied davon singen. Das spornt mich an. Lesermeinungen nehme ich nur bedingt ernst. Ich muss damit leben, nicht jeden Geschmack zu treffen. Das ist okay.

Liebe Britta, vielen Dank, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich freue mich darüber, dass wir dich ein bisschen besser kennenlernen durften und wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg beim Schreiben. 

Danke, liebe Doro für deine nette Einladung. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut.

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