Freitag, 27. Januar 2017

Auf der Soapbox: Lara Kalenborn und "Ein Macho als Muse"



Meine Rubrik "Soapbox" soll Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform bieten, sich den Lesern zu präsentieren. Die Idee dazu habe ich mir von der Tradition der "Soapbox Speeches" geliehen. Man steigt einfach auf eine Kiste und hält eine Rede über das, was einem am Herzen liegt. Hier klettern die Autoren selbst auf die Kiste und stellen ihr Buch in ihren eigenen Worten vor. Ich mische mich nicht ein. In etwa 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren.

Heute erklimmt die Soapbox die Autorin Lara Kalenborn und stellt uns ihr Buch "Ein Macho als Muse" vor.  




  
Lara Kalenborn "Ein Macho als Muse"

Ein Macho als Muse – Starke Protagonistin trifft auf attraktiven Macho und macht ihm nicht nur einmal Feuer unter dem Hintern.

Mein Name ist Lara und mein Schützeherz (*10.12.1987) schlägt höher bei Döppeskuchen, Weizenbier und Jamie Fraser. Ich schreibe von Anbeginn meiner Bücherzeit an im Fantasy-Genre. Doch auf die Erkenntnis hin, dass mich die Liebesbeziehungen in Geschichten am meisten fesseln, habe ich eine Buch-Reihe begonnen, die Liebe einatmet, Leidenschaft ausatmet und einen flüssigen Kern aus Humor hat. Tretet näher, wenn euch Heldinnen gefallen, wenn ihr Lust zu lachen und auch gegen einen gutaussehenden Protagonisten nichts einzuwenden habt.

BUCHBESCHREIBUNG

Die Lektorin Caleigh Winter hätte niemals gedacht, dass ihre Chefin sie tatsächlich dazu zwingen würde, an diesem verrückten Intensiv-Kreativ-Workshop teilzunehmen, nur, weil sie seit einigen Monaten in einer klitzekleinen Schaffenskrise steckt. Aber dann findet sie sich mitten im Pfälzer Wald auf einem Survival-Trip wieder, der sie Stück für Stück an den Rand des Wahnsinns treibt. Doch weder die schamanischen Reinigungsrituale noch die gerösteten Maden sind das Schlimmste an diesem Ort ohne Telefonnetz oder Internetzugang. Es ist ihr attraktiver Team-Partner Noah, der ihr das Wochenende wirklich zur Hölle macht. Als Caleigh ihm zu allem Unglück einen Kuss schuldig wird, wünscht sich sie nichts mehr, als zu fliehen, aber Noahs Anziehungskraft auf sie hat bereits weitreichende Folgen.

TEXTPROBE

„Als Caleigh den Teichschleim endlich los war, ging es ihr schon wieder besser und langsam nahm der Plan, wie sie Noah seine Unverschämtheiten heimzahlen konnte, Gestalt an. Ihr dunkelblaues Negligé spielte dabei eine entscheidende Rolle.
Zuerst muss ich aber ein kleines Feuerchen machen.
Caleigh schnappte sich ihre ‚Noir Publish’-Zeitung – über deren überkandidelte Formulierungen Jenna sich stets lustig machte – und eine Packung Streichhölzer und marschierte zurück in den Garten.
Noah wartete auf sie. Ganz relaxed saß er an ihrer kläglich qualmenden Feuerstelle, ein Grashalm im Mundwinkel und das Gesicht in die Sonne gestreckt.
„Genieß du ruhig die Ruhe vor dem Sturm, mein Freund“, flüsterte sie, während sie sich innerlich die Hände rieb. Ihre Rache war nahe.
„Warum denn plötzlich so gut gelaunt, Partnerin?“, wollte er wissen, als sie bei ihm ankam.
„Ich dachte nur gerade, dass du einen ziemlich metrosexuellen Cowboy abgibst.“
Noah nahm den Grashalm aus dem Mund. „Ein bisschen zu viel?“
Er warf die angekaute Wiese weg und lachte breit. Caleigh war für einen seltsam langen Zeitraum wie gebannt von ihm.
Einfach viel zu attraktiv …
Sie eiste sich von seinem Anblick los und zerriss etwas zu inbrünstig ihre Zeitung.
„Was hast du vor?“, fragte Noah in beiläufigem Ton.
„Ich hab ein zweites Feuer versprochen – hier kommt es.“
„Du weißt schon, dass das nicht der Challenge entspricht?“
„Bist du jetzt die Challenge-Polizei?“ Sie türmte die Zeitung zu einem kleinen Berg über dem Reisig auf.
„Alles klar, Rambo. Mach, was du willst. Aber wenn Vivi dich erwischt, sag ich ihr, dass du mich k.o. geschlagen hast, um dieses regelwidrige Feuer zu entzünden.“ Er grinste.
„Du bist ein Weichei.“
„Sagen wir lieber ein Frauenversteher.“
„Ha ha!“, machte Caleigh und zückte die Streichhölzer. „Bergaufbremser.“
Noahs Gesichtszüge wurden etwas ernster. „Kavalier.“
„Du hast eine völlig verzerrte Selbstwahrnehmung!“ Sie entzündete zwei Streichhölzer gleichzeitig und hielt sie an die Zeitung, die sie viel zu verbissen gelesen hatte. „Du bist ein indiskreter Flegel!“
Noah lachte nun wieder, aber er klang dabei etwas angestrengt. „Ein bisschen Neugierde ist doch wohl nicht falsch. Würde dir jedenfalls auch guttun.“
Caleigh war erst zufrieden, als alle Streichhölzer verbraucht waren. Dann erwiderte sie trocken: „Ich habe genügend Interessen. Nur weil ich nicht an dir interessiert bin, heißt das noch lange nicht, dass ich verstaubt oder langweilig bin.“
Sie beobachtete zufrieden, wie die Zeitung nun das Reisig in Brand setzte. Gerade als sie einen Spruch über ihr cooles Feuer machen wollte, setzte ihr Team-Partner jedoch zu reden an: „Du machst aber einen ziemlich zurückgezogenen Eindruck. Ganz so, als würdest du seit einiger Zeit versuchen, jemand zu sein, der du nicht bist. Ich habe auf den ersten Blick gesehen, dass du hinter einer Fassade lebst und dich nicht mal mehr traust, dahinter hervorzublicken.“
Caleigh fuhr zu ihm herum. Ihr Herz raste und ihre Finger wurden schlagartig zittrig. Sie fühlte sich entdeckt, ganz so, als hätte Noah ihre Gedanken gelesen. Wie konnte ein Grobian wie er so ins Schwarze treffen? Selbst Jenna schipperte immer nur knapp um den Kern der Probleme herum, dabei stand niemand Caleigh näher als ihre beste Freundin. Noahs Treffsicherheit verblüffte sie also umso mehr.
„Du hast absolut keine Ahnung, wovon du sprichst!“, zischte sie und wollte ihm gerade erklären, was sie von seiner Schnüffelei und seinem ständigen Einmischen in ihre Privatangelegenheiten hielt, als hinter ihnen Stimmen laut wurden.
Caleigh drehte sich zu den anderen Teilnehmern um. Alle sahen zu ihnen herüber und zeigten auf sie.
„Sie meinen nicht uns“, murmelte Noah ihr jedoch zu. „Sie meinen dein Feuer.“
Verwirrt schaute sie zu ihrem kokelnden Zeitungsberg und musste feststellen, dass sie ein kleines, schwarzes Qualm-Inferno ausgelöst hatte.
Angelockt von dem haushohen Smogschwaden, mit dem Caleigh problemlos Rauchzeichen bis nach Australien hätte geben können, versammelte sich nach und nach das gesamte Seminar um ihre Feuerstelle.
Vivi stellte sich neben Noah und Caleigh und betrachtete den rußenden Papiervulkan eine Zeit lang still.
„Wir wollten ein bisschen Kreativität in die Sache bringen“, versuchte Caleigh das betroffene Gesicht der Seminarleiterin aufzuhellen.
Doch Vivi blieb erstaunlich ernst. „Du kannst die Dinge nicht erzwingen, Caleigh. Du zerstörst mehr, als du aufbaust, wenn du so rücksichtlos vorgehst. Dein inneres Gleichgewicht und dein Energiefluss sind die ersten Dinge, die dabei auf der Strecke bleiben.“
Vivi machte auf dem Absatz kehrt und ließ nur den süßen Duft von Nelke und Myrrhe zurück.
Schließlich pilgerten die anderen nach und nach wieder davon und Caleigh und Noah blieben alleine an ihrer Feuerstelle zurück.
„Woher wusste Vivi, dass ich es war?“, fragte Caleigh mit einem scherzhaften Unterton.
Noah sah sie an und blieb noch für einen kurzen Moment ernst. Doch dann stahl sich wieder das Lächeln auf seine Lippen, das sie schon beim ersten Anblick sympathisch gefunden hatte. „Ich hab keinen blassen Schimmer, wie die Hexe darauf kam.“
Caleigh lächelte zurück.
Schulterzuckend nahm er die Schaufel, die sie für das Ausheben des Feuerlochs benutzt hatten. „Wir sollten das Spektakel aber jetzt besser löschen.“
Gedankenversunken nickte Caleigh. „Meinst du, wir haben die Challenge trotzdem bestanden?“
„Ich dachte, wir sagen Challenge nicht.“
„Du hast doch gehört, ich darf die Dinge nicht erzwingen. Also, wenn ihr alle Challenge sagen wollt …“
Noah zwinkerte ihr zu und beendete mit zwei weiteren Ladungen Erde das Leben von Caleighs geschichtsträchtiger Rauchsäule.


ÜBER DIE AUTORIN



Lara bloggt, über das Leben, das Schreiben und guten Wein auf Laras Federn und die Namen ihrer bisherigen Federn sind:
 „Xamira und die Verdammnis des dritten Gottes“ (Jugendroman Fantasy)
„Feenfuchs und Feuerkuss“ (Jugendroman Pferden und die erste große Liebe)
„Fallende Steine“ (Kurzgeschichte Steampunk Western)
„Emilias Gift“ (Urban Fantasy für Erwachsene - Amazonen-Reihe „Vayas Töchter“ Band 1)


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ihre Federn.

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