Freitag, 20. Januar 2017

Auf der Soapbox: Marie Wigand mit "Homali Sagina - Wie die Viecher"


Meine Rubrik "Soapbox" soll Indie-Autoren, Self-Publishern und Ebook-only Autoren eine Plattform bieten, sich den Lesern zu präsentieren. Die Idee dazu habe ich mir von der Tradition der "Soapbox Speeches" geliehen. Man steigt einfach auf eine Kiste und hält eine Rede über das, was einem am Herzen liegt. Hier klettern die Autoren selbst auf die Kiste und stellen ihr Buch in ihren eigenen Worten vor. Ich mische mich nicht ein. In etwa 500 Wörtern dürfen sie euch Lesern hier ihr Werk vorstellen und schmackhaft machen. Wer sein Buch hier vorstellen möchte, kann mich gerne kontaktieren.


Heute erklimmt die Soapbox die Autorin Marie Wigand und stellt uns ihr Buch "Homali Sagina - Wie die Viecher" vor. 


Marie Wigand: "Homali Sagina"
 
ÜBER DAS BUCH
 
Nachdem immer mehr Menschen aus Lindas Umfeld vermisst gemeldet werden, ist auch eines Tages ihre Mutter spurlos verschwunden. Linda macht sich auf die Suche nach ihr und verliert plötzlich das Bewusstsein. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in einem stinkenden Käfig. Ausgerechnet zusammen mit ihrem widerlichen Vorgesetzten Dr. Tristan Schönbeck. Nur Zufall, oder steckt da mehr dahinter?

"In sechs Tagen schuf Gott die Erde. Er schuf Land und Wasser, Tag und Nacht, den Himmel, die Wolken und die Sterne. Er schuf die Pflanzen und die Tiere. Und alles war gut.
Dann wollte Gott noch etwas Besonderes schaffen. Er schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Und nichts war mehr gut.
Der Mensch machte sich die Erde untertan. Er holzte die Bäume ab, verschmutzte das Wasser, verpestete die Luft und quälte die Tiere. Der Mensch war das mächtigste Lebewesen auf der Erde.
Dann kamen die Cerausien. Und machten sich den Menschen untertan." - Monika

Ein packender Thriller entführt in die die tiefsten Abgründe der Menschheit.
 
HIER geht es zum Buch.
 
TEXTAUSZUG
 
Leseprobe aus Teil 2, Kapitel 1:

Linda fühlte sich ziemlich benebelt. Dennoch öffnete sie zögerlich die Augen. Sie hätte sie ebenso gut geschlossen lassen können, denn es war stockfinster. Verwirrt versuchte Linda ihre Gedanken zu sammeln. Sie erinnerte sich, dass sie im Schrebergarten umgefallen war. Vermutlich ein Zusammenbruch wegen nervlicher Überlastung. Die Mitglieder von Jasons Detektivtruppe mussten Linda gefunden und den Krankenwagen gerufen haben. Das war es! Sie lag vermutlich im Krankenhaus. Mitten in der Nacht. Das würde die Dunkelheit erklären.
Allmählich wurde Linda etwas klarer im Kopf und sie stellte fest, dass sie in einem reichlich unkomfortablen Krankenhaus gelandet sein musste. Das Bett war alles andere als kuschelig und nirgends war ein leuchtender Schwesternrufknopf zu sehen. Ja! Linda wollte die Schwester rufen und wissen was passiert war. Etwas ungelenk drehte sie ihren Kopf in alle Richtungen, konnte aber einfach keinen roten Knopf erkennen. Vielleicht war sie ja auch erblindet?
„Hallo? Ist da jemand?“, fragte Linda etwas zögerlich.
Keine Antwort. Was war das überhaupt für ein komisches Material auf dem sie da lag? Es fühlte sich an, als würde sie auf einem Linoleumboden liegen. Wo war die verdammte Bettdecke? Linda fror ein bisschen und tastete nach allen Seiten. Überall konnte sie nur dieses hartgummiartige Material erspüren.
„Manno!“, maulte Linda und erhob sich auf alle Viere.
Vorsichtig krabbelte sie ein Stück nach vorne. Rums! Linda hatte sich den Kopf gestoßen.
„Autsch!“
Sie tastete was ihr da den Weg versperrte. Es war eine Wand. Ebenfalls aus dem hartgummiähnlichen Material. Linda verstand die Welt nicht mehr. Sie krabbelte kurz nach rechts an der Wand entlang, bis sie wieder auf eine Wand stieß. Auch dieser Wand folgte sie und stieß erneut auf eine Wand. Nachdem sie eine Weile tastend herumgekrabbelt war, ging ihr auf, dass sie im Kreis kroch und dass sie sich vermutlich in einem viereckigen Hartgummibett mit hohen Seiten befinden musste.
„Die hatten wohl Angst, dass ich herausfalle.“, überlegte Linda.
Sie stand auf. Kurz bevor sie sich gänzlich aufgerichtet hatte, stieß sie hart mit dem Kopf an eine Decke!
„Was ist das hier für ein verdammter Scheiß!?“, brüllte sie wütend.
Sie bemerkte, dass sie leicht hysterisch klang. Mit eingezogenem Kopf blieb sie stehen und tastete mit den Händen nach der Decke über ihr. Nirgends war ein Ausstiegsloch. Nun drückte sie mit aller Kraft gegen die Decke. Vielleicht war es ja ein Deckel? Der vermeintliche Deckel bewegte sich keinen Millimeter. Plötzlich kam ihr ein scheußlicher Gedanke! Möglicherweise war sie ja für mehrere Tage lang scheintot gewesen! Jetzt lag sie irgendwo lebendig begraben in einem Sarg! Ganz tief unter der Erde! Linda fing an so laut sie konnte nach Hilfe zu schreien. Wieder und wieder. Immer hysterischer. Sie warf sich gegen alle Seiten ihrer seltsamen Behausung, in der Hoffnung, dass sich irgendetwas bewegen würde. Linda weinte und jammerte dabei wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Irgendwann war sie völlig ausgepowert, heiser und sämtliche Knochen schmerzten. Resigniert ließ sie sich auf ihren Hintern fallen und begann erneut zu grübeln. 
 
ÜBER DIE AUTORIN 
 

Marie Wigand wurde 1988 in Zittau geboren. Aufgewachsen ist sie im Kreis Kaiserslautern und lebt auch heute noch in Niedermohr mit ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern.
Sie studierte Germanistik und evangelische Theologie. Danach erreichte sie einen Abschluss zur Staatlich geprüften technischen Assistentin für Biologie.
Schon in ihrer Kindheit besaß sie eine stark ausgeprägte Phantasie und schrieb und malte Gedichte und kleine Geschichten. Ihren Weg zur vegetarischen Lebensweise verarbeitete und begründete sie für sich selbst mit dem Thriller Homali Sagina - Wie die Viecher, welcher auf brutale und ungeschönte Art auf die Hintergründe der Fleischindustrie aufmerksam macht.


HIER könnt ihr mehr über Marie erfahren.  Ihr könnt sie auch auf Facebook besuchen.

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