Sonntag, 19. Februar 2017

Sonntagsbrunch mit der Autorin Ela van de Maan


Ich habe heute eine Reihe leichtbekleideter, muskelbepackter Männer im Gepäck - und zwar auf den Covern der "Into the Dusk"-Reihe meines heutigen Gasts, Ela van de Maan. Vielleicht lockt das ja die eine oder andere Leserin aus den Federn und hier zu uns an den Brunch-Tisch. Für die Fans historischer Liebesromane hätten wir auch noch Piraten im Angebot in Elas "Karibik"-Reihe. Ich freue mich jedenfalls, dass Ela heute hier ist und mit uns über ihre Bücher plaudern möchte. 


Liebe Ela, für alle Autoren gibt es zunächst die obligatorischen Brunch-Fragen:

Kaffee oder Tee?

Um diese Zeit Kaffee, bitte.

Milch, Zucker, schwarz?
Milch.

Herzhaft oder süß?

Muss ich mich da sofort entscheiden?
Nein. Absolut nicht.

Warm oder kalt?

Noch weiß ich es nicht. Brauch erst ein paar Schluck Kaffee.

1. Laut deiner Vita wurdest du im letzten Drittel des letzten Jahrhunderts im vorangegangenen Jahrtausend geboren. Gibt es denn ein Jahrhundert oder Jahrtausend, in dem du lieber geboren worden wärest?

Ich glaube nicht, dass ich in einer anderen Zeit leben wollte. Ich mag es eigentlich so, wie es ist. Gerade als Frau hatte man es früher ja eher nicht so leicht wie heute und ich wäre viel zu stur, um mich so strengen gesellschaftlichen Regeln zu beugen, wie sie früher vorgegeben waren. Aber einer Zeitmaschine gegenüber wäre ich nicht abgeneigt, dann könnte ich immer vor Ort recherchieren, das wäre genial.

2. Wie schon angesprochen, zieren die Cover deiner "Into the Dusk"-Reihe einige gut trainiert aussehende Männer, deren T-Shirts sich vermutlich gerade in der Wäsche befinden. Wie erotisch geht es denn tatsächlich in deinen Paranormal Romances zu?

Na ja, wo ein heißer Kerl ist, der sich dieser Tatsache bewusst ist, da fallen die Hüllen schon mal ein bisschen schneller in die Wäsche. Aber es sind keine reinen Erotikstorys. Im Vordergrund stehen die Geschichten um die Figuren und die sich anbahnenden Liebesgeschichten, bis sie halt da enden, wo sie immer enden ;-) .

3. Romantik und Übernatürliches sind ja nicht erst seit Twilight ein Erfolgsrezept im Fantasybereich. Was macht für dich die Faszination von Paranormal Romance aus?

Ich mochte diese Art Geschichten schon immer. Zumindest einen Hauch von Paranormalem sollten sie haben und wenn sie sich dann noch mit einer Liebesgeschichte verbinden, ist es für mich perfekt. Was der genaue Grund ist, dass mir diese Geschichten so gut gefallen, kann ich gar nicht sagen. Vermutlich ist es einfach die Möglichkeit, in eine eigene Welt abzutauchen, in der auch mitunter andere Gesetzmäßigkeiten gelten, mit denen ich spielen kann, wie ich möchte. Realität gibt es im normalen Alltag ohnehin genug.

4. In deiner Karibik-Reihe geht es um Abenteuer und Piraten. Was ist dran am Piraten-Topos, das ihn so romantiktauglich macht?

Das habe ich mich bei meinen Recherchen auch oft gefragt. Im Grunde genommen, hat die Piraterie überhaupt nichts Romantisches. Die Mehrzahl der Männer waren einfach nur Typen, die wir mit der Beißzange nicht anfassen möchten. Und trotzdem hält sich das Bild des galanten Abenteurers, der den intriganten Herrschern ein Schnippchen schlägt, ihnen das Gold abzwackt und mit seinem Charme auch noch die Herzen der edlen Damen erobert. Und ich denke, dass dieses Bild mit der Freibeuterei aufkam, als durchaus gebildete Kapitäne, zum Teil aus den Oberschichten der Gesellschaft, für ihr jeweiliges Land auf Kaperfahrten gingen - und damit auch für sich selbst einen oft nicht unerheblichen Gewinn einfuhren. Die Kombination aus Abenteuerlust, Furchtlosigkeit, Reichtum und einer gewissen Verruchtheit wird wohl zu allen Zeiten ihren Reiz gehabt haben.

5. Auf was können sich deine Leserinnen und Leser als nächstes aus deiner Feder freuen?

 
Was genau als Nächstes veröffentlich werden wird, weiß ich selbst noch nicht. Es wird sich aber in den Bereichen bewegen, in denen ich bisher auch unterwegs war. Nur dass noch der Young Adult Bereich hinzukommen wird, also für die etwas jüngeren Leser.

6. Bei welchem Buch würdest du dir wünschen, dass du es geschrieben hättest?

Da gibt es einige, aber „Der Graf von Monte Christo“ hätte ich ganz sicher gern geschrieben. Ob es da mal wieder eine neue Verfilmung geben wird?

7. Was ist für dich das Schönste am Schreiben?

 
Da ich am liebsten drauflos schreibe, ohne viel zu planen, ist das Schönste am Schreiben für mich, in meine Welt abzutauchen und zuzusehen, wie sich die Dinge dort entwickeln.

8. Was ist für dich die größte Schwierigkeit beim Schreiben?

Die Geschichte immer nur einmal umzuschreiben und dann zu einem befriedigenden Ende zu kommen, ohne dass meine liebe Kollegin und Testleserin Susan Clarks an meinem Gejammer über die blöde Story verzweifelt. ;-)

9. Passiert es dir, dass sich Charaktere auch schon einmal verselbstständigen und Dinge tun, die du so gar nicht geplant hattest?

Ja oft und ich mag es gern, weil ich zusehen möchte, welche Geschichte dabei entsteht. Es kann zwar auch nach hinten losgehen und ich habe schon monatelang mit zwei Protagonisten gekämpft, die sich so gar nicht vertragen wollten. Aber letztendlich haben die Drohungen, sie einfach in der unfertigen Geschichte hängen zu lassen, gewirkt.

10. Trifft dich Kritik? Wie gehst du damit um?

Wenn die Kritik mit einer schlüssigen Begründung daherkommt, denke ich darüber nach. Alles andere wird zur Kenntnis genommen und abgehakt, weil es meiner Entwicklung im Schreiben nicht weiterhilft.

Liebe Ela, ich bedanke mich ganz herzlich für das interessante Brunch-Gespräch und wünsche dir weiterhin viel Erfolg und natürlich immer eine gute Prise Inspiration.

Vielen Dank Doro, es war sehr nett mit dir zu plaudern.

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