Samstag, 12. Mai 2018

Lesetipp: Liebe wider die Vernunft

Die Romance Alliance Love Shots sind kurze, abgeschlossene Romane in E-Book-Form, die sich wunderbar morgens auf der Bahnfahrt zur Arbeit lesen lassen, auf Reisen oder wenn man mal wieder irgendwo warten muss. Sie sind locker und leicht, ihr zentrales Thema ist die Liebe und sie entführen die Leserinnen und Leser auf eine kleine Reise.
Gestartet ist die E-Book-Reihe mit Katherine Collins' historischem Kurzroman Liebe wider die Vernunft.
In der Geschichte geht es um Natalia, die jüngere Tochter des Duke of Kent, die sich verliebt hat und sich - den Widerstand ihrer Familie fürchtend - auf ein waghalsiges Abenteuer einlässt. Doch leider entpuppt sich das als eine äußerst schlechte Idee, die Natalia in äußerste Gefahr bringt.
In ihrer misslichen Lage begegnet sie dem bärbeißigen Schotten Aedán, der zum unfreiwilligen Retter in der Not wird. Was der Schotte verbirgt, wie sich die Dinge zwischen ihm und Natalia entwickeln, das müsst ihr schon selbst nachlesen.
Der Roman ist turbulent und actionreich mit ein bisschen Herzschmerz, Romantik und Erotik, also eine perfekte Mischung für ein paar unterhaltsame Stunden, wenn ihr euch gern in vergangene Zeiten entführen lasst. Erst recht, wenn ihr dann auch noch etwas für knurrige Schotten übrighabt. ;-) Eine kurzweilige Lektüre für zwischendurch, die ich sehr gern gelesen habe.

Samstag, 7. April 2018

Lesetipp: Anne Gard "Lizzy sucht die Liebe"

Im Urlaub bin ich endlich mal wieder zum Lesen gekommen und habe auch den Love Shot "Lizzy sucht die Liebe" meiner lieben Kollegin Anne Gard gelesen. 
Wenn ihr auf der Suche nach einer kurzen, witzigen Geschichte für zwischendurch seid, ist dieser Kurzroman genau richtig. 

Es geht um Lizzy, die nach ihrer Scheidung von ihren Freundinnen zum Partyurlaub auf Malle "verdonnert" wird, um auf andere Gedanken zu kommen. Doch eigentlich steht Lizzy der Sinn gar nicht unbedingt nach wilden Flirts und Party, denn im Grunde sucht sie - wie der Titel bereits sagt - die Liebe. 

Dabei geht es turbulent zu und schon auf der Hinreise läuft nicht alles nach Plan. Anne Gard erzählt humorvoll und spritzig und gibt uns interessante Einblicke in Gefühle und Gedanken ihrer durchweg sympathischen Hauptfigur. Lizzy ist so herrlich normal, dass man sich hervorragend mit ihr identifizieren kann. So fiebert man bis zum Schluss mit ihr mit. Das Ende bleibt halboffen, aber daran habe ich mich nicht gestört, denn man kann sich ausmalen, wie es weitergeht. Für mich eine locker-flockige Urlaubslektüre für zwischendurch, die ich sehr gern gelesen habe. 

Montag, 2. April 2018

Lesetipp: Sommernachtsreigen von Anna Herzig

Ich habe Urlaub und komme endlich auch mal wieder zum Lesen. Gerade habe ich "Sommernachtsreigen" von Anna Herzig beendet. Wie schon "Zeit für die Liebe" - das jetzt in neuem Gewand und unter dem neuen Titel "Ein ganzes süßes Leben" bei dp digital publishers erschienen ist, empfand ich den "Sommernachtsreigen" wieder als sehr vielschichtig und weise. Es steckt immer viel drin über das Leben, die Liebe und die Menschen mit ihren Eigenheiten, in Anna Herzigs Büchern. Ich mag ihre dichte Sprache und die ungewöhnliche Erzählweise. Die Autorin hat sich hier für eine auktoriale Erzählerin entschieden, die sich ab und zu auch kommentierend einmischt. Dann springt sie aber wieder in ein szenisches Erzählen, das teilweise fast wie ein Stream-of-consciousness wirkt, so unmittelbar ist man dabei bei der Begegnung der Hauptfiguren.
Inhaltlich geht es um zwei Männer, die sich zufällig nachts an einer Haltestelle am Wieder Brunnenmarkt begegnen. Wie sie bald herausfinden sollen, verbindet sie aber noch viel mehr als diese zufällige Begegnung und ihr Aufeinandertreffen wird ihr Leben erschüttern und grundlegend verändern. Die Handlung des Buches könnte man also quasi spielend in drei Sätzen zusammenfassen, doch was sich hinter der eigentlichen Handlungsebene auftut - die Vorgeschichte, die Erfahrungen und Sehnsüchte der Figuren, fesseln ungemein und geben dem Ganzen Tiefe und Bedeutung. Ich habe es sehr genossen, den Figuren dabei zuzuhören und zuzuschauen, wie sie sich mehr und mehr "entblättern" und kennenlernen. Und dann wäre da noch die Kulisse zu erwähnen, die so lebhaft und mit so viel Liebe beschrieben wird, dass man wirklich das Gefühl hat, dort zu sein - was durch den zauberhaften Dialekt und die kernigen Dialoge nur noch unterstrichen wird.
Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Samstag, 31. März 2018

Lesetipp: Winterduft und Schneeflockenküsse

Eigentlich ist es ja jetzt schon Frühling, aber ich habe so lange keine Zeit zum Lesen gehabt, dass ich diesen zauberhaften Winterroman erst jetzt lesen konnte. Da wir aber vor nicht allzu kurzer Zeit noch durchs Leipziger Schneechaos geschlittert sind, erscheint er mir auch jetzt noch passend. 
In diesem zauberhaften Roman von Laura Albers dreht sich alles um die Hochzeit von Mia und Niklas, die - nachdem sie einmal wegen kalter Füße der Brautleute verschoben wurde - nun im Winter stattfinden soll. Um zu zeigen, dass sie es dieses Mal wirklich wirklich ernst meinen, wollen die beiden ganz dick auftragen: standesamtliche Hochzeit in Aachen, kirchliche Trauung in der Kathedrale in Metz, Brautjungern, Blumenschmuck, Band, Probefrisur und Hochzeitsrede … alles soll stimmen. Doch da kann natürlich noch jede Menge Chaos entstehen, das die tapferen Brautjungfern, Sophie, Camille und Greta managen müssen. Ganz nebenbei ergeben sich auch für die drei Freundinnen allerhand eigene Liebesturbulenzen und mehr. 
Besonders gefallen hat mir die Gestaltung der Orte und die weihnachtlich-winterliche Atmosphäre, die wunderbar anschaulich beschrieben wurden. Man fühlt sich mitten hineinversetzt in das Winterwunderland und den Trubel der Hochzeitsvorbereitungen. Es gab viele Stellen, an denen ich dachte, dass mir Erlebnisse der Hauptfiguren nur allzu bekannt vorkamen. 
Eine süße und romantische Geschichte mit winterlichem Flair, die sich nachweislich auch im Osterurlaub lesen lässt. 

Freitag, 23. März 2018

Release-Party und Gewinnspiel zu meinem historischen Liebesroman


Ein Grund, warum es hier in der letzten Zeit so still war, ist, dass ich extrem viel schreibe und oft sehr knappe Deadlines bediene. Neben den Titeln unter meinem Klarnamen und meinem offenen Pseudonym für Kinder- und Jugendbuch (Katharina Stiller) schreibe ich noch unter einem geschlossenen Pseudonym. Also bin ich gut beschäftigt. 

Unter meinem Klarnamen erscheint am 1. April (kein Scherz!) nun der historische Liebesroman "Lehrstunden des Herzens", der im englischen Regency, also im frühen
19. Jahrhundert spielt.

Meine Heldin Clara sieht sich inmitten von gesellschaftlichen Zwängen und kämpft sich tapfer durch ein Leben, das Frauen oft nicht viele Wahlmöglichkeiten ließ. Ob und wie sie und ihre Schwester Evelyn dennoch Liebe und Glück finden, könnt ihr selbst nachlesen.

Auf Facebook veranstalte ich gerade eine Release-Party und ein Gewinnspiel, bei dem es zwei tolle Regency-Goodiebags zu gewinnen gibt. Also … gleich mitmachen!

Zur Party geht es hier entlang. Oder vielleicht möchtest du lieber direkt zum Gewinnspiel. Daumen sind gedrückt! :) Ich freu mich auf rege Teilnahme. 

Sonntag, 28. Januar 2018

Autorenbrunch mit Nadin Hardwiger


Ich freue mich auch heute wieder über einen Gast zum Autorenbrunch. Die Autorin Nadin Hardwiger ist wie ich Mitglied der Romance Alliance und schreibt märchenhaft romantische Wohlfühlgeschichten voll Glück und Magie. Heute stellt sie sich unseren neugierigen Fragen. 

Schnellfragerunde:

Bratwurst oder Tofuwurst?
Bratwurst.

Hawaii oder Rügen?
Hawaii !! Hawaii !! Hawaii !! Und gäbe es Magnum auf Rügen, dann definitiv Rügen 😊

Fallschirmsprung oder Trampolin?
Trampolin, mit einem Fallschirm auf dem Rücken, für die gaaanz großen Sprünge.

Camping oder Luxushotel?
Ähm, Luxushotel.

Hund oder Katze?
Einhorn.

1. Du bist im Brotberuf IT-Beraterin. Ich stelle mir vor, das ist nach wie vor eine Männerdomäne. Wie behauptest du dich?

Liebe Doro, ich muss gerade sehr lachen. In der Tat bin ich umgeben von sehr vielen Männern in meinem Job, aber wer hier wen dominiert, steht auf einem anderen Blatt.
Nein, im Ernst, die allermeisten meiner Kollegen sind toll und nur bei sehr wenigen ist zu spüren, dass die Mädels doch beim Programmieren lieber den großen Jungs Platz machen sollen 😊
Und steigt mir das ganze Testosteron doch mal zu Kopf, habe ich ja euch Mädels von der RA 😊

2. Märchen haben es dir besonders angetan. Was macht die Faszination von Märchen für dich aus?

Ich mag den Hauch der Magie, der Märchengeschichten umgibt. Und ich liebe es in Sprache zu baden, poetische Sätze zu basteln, mit Adjektiven um mich zu schmeißen. All das limitiert mich in Echte-Welt-Geschichten. Obwohl ich da meine Bedenken auch immer mehr über Bord werfe und meine Adjektivliebe mehr und mehr auslebe und auch mal so richtig in die Kitschschublade greife.

3. Du liest gern Susanne Barden (Susan Barton), eine Reihe Romane über eine Krankenschwester, entstanden zwischen 1936 und 1952. Kannst du uns erzählen, was du an diesen Büchern so magst?

Wäre ich eine Buchfigur, so wäre ich Susanne Barden. Sie ist all das, was ich gern wäre.
Aber glaube bitte nicht, ich mag mich nicht. Das schon, aber Susanne Barden ist mein Ideal eines Menschen.
Dazu ist das Buch wunderbar geschrieben und hat mich stets bei meinen 100 Umzügen begleitet. Es ist ein Stück meiner vielen Vergangenheiten.

4. Neben märchenhaften Liebesromanen hast du einige sogenannte "booksnacks" verfasst. Kannst du uns kurz erläutern, was das ist und was für dich den Reiz dieses Formats ausmacht?

booksnacks sind knackige, kurze Geschichten, wenn es mal irgendwo wieder länger dauert oder die Bahn nicht kommt, oder einfach die Lust fehlt, sich durch einen 500-Seiten-Roman zu wühlen.
Jeden Sonntag gibt es eine spannende oder lustige oder liebevolle oder skurrile Geschichte umsonst auf den Reader und eine zum Kaufen, wenn man mag.
Dieses Format passt wunderbar zu meiner Märchenliebe.

5. Dein Roman Dreimal Liebe mit Traummann, bitte erzählt die Geschichte dreier Freundinnen, die in einer WG zusammenleben. Hast du selbst WG-Erfahrung?

Nein! Ich bin wohntechnisch ein absoluter Einzelgänger und genieße das sehr.

6. Schreibe eine Geschichte in nur sechs Wörtern.

Der Taucher - und weg war er.

7. Welchen Klappentext hätte ein Buch mit dem Titel "Die Botschaft des Teufel "?
(Danke an den Buchtitelgenerator für diesen Titel)

Ich glaube, liebe Doro, Du versuchst mich hier in ein anderes Genre zu locken … mal überlegen:

Eines ist Mindy klar, mit einer Prada Handtasche würde sie den Teufel dieses Mal nicht abspeisen können. Er will mehr und dieses Mehr könnte Mindys Leben in Stücke reißen.
Es sei denn, sie kommt ihm zuvor …

8. Nenne einen Punkt von deiner "Bucket List", den du noch nicht abhaken konntest. 

Meiner erste Liebe noch einmal zu küssen 😊

9. An welchen fiktiven Ort würdest du gern reisen und welchen Gegenstand oder welche Person nimmst du von zuhause mit?

Ganz klar, nach Springdale, New Hampshire zu Susanne Barden in den Montgomeryweg. Und mit Sicherheit würde meine Tochter mitkommen, eventuell auch mein Sohn, falls es nicht mit allzu viel Aufwand verbunden ist.

10. Was würdest du deine Leser gern fragen?
(Fragen und Antworten aus den Kommentaren leite ich übrigens gern weiter).

Lächelt ihr beim Lesen?


Liebe Doro, ich danke Dir sehr für diese nette Einladung. Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Dir zu plaudern. Und ich hoffe, wir gehen bald mal wieder zusammen schön essen.

Wenn du in Leipzig bist, ganz bestimmt. :)

Montag, 11. Dezember 2017

Der Dezember ist da… Zeit für eine Rückschau.


Hier ist es nun schon recht lange still. Daher möchte ich euch ein kurzes Lebenszeichen geben und ein wenig auf das Jahr zurückblicken. 2017 war ein sehr bewegtes Jahr, in dem das Lesen der Nachrichten oft eine echte Herausforderung war, auch wenn man kein ausgewachsener Pessimist ist. 

Ich war schreibtechnisch sehr beschäftigt, allerdings ist davon bisher wenig nach außen sichtbar, weil vieles gerade erst anläuft. Doch es hat sich für mich viel getan. Ich habe mich in anderen Genres ausprobiert, unter anderem mit einem Schottland-Krimi, bei dem ich noch auf Rückmeldung dreier Verlage warte. Highlights für mich in diesem Jahr definitiv das Erscheinen meines Jugendromans "Schicksal, Traumprinz und das große Glück" im Kosmos-Verlag und die Leipziger Buchmesse, bei der ich in diesem Jahr zum ersten - und sicher nicht zum letzten Mal - war. Ich habe einige Projekte anstoßen können, über die ihr dann hoffentlich im nächsten Jahr mehr hören werdet. Mein "Froschprojekt" hängt immer noch etwas in der Luft, wird aber hoffentlich im Frühjahr 2019 erscheinen.  

Es war wenig Zeit, mich um Interviews und Lesetipps zu kümmern, da ich aktuell kaum zum Lesen komme. Für mich haben sich unglaublich wichtige und inspirierende Schreibkontakte aufgetan, insbesondere mit einer ganz lieben Kollegin aus dem Saarland. Die Messe im Oktober in Frankfurt hat ebenfalls einige neue Kontakte und Möglichkeiten eröffnet und ich freue mich, jetzt 2018 mit Schwung durchstarten zu können. 

Eine schwierige Entscheidung über meine berufliche Zukunft wird auch in den nächsten Tagen gefällt, so dass dort auch eine Last von meinen Schultern fällt. Insgesamt war es also trotz des beängstigenden Weltgeschehens um mich herum im Kleinen ein eher positives Jahr, in dem sich viel bewegt hat. Ihr dürft euch auf meine ersten Gehversuche im historischen Roman freuen. Denn ich habe den Schritt gewagt und arbeite derzeit an einem Regency Liebesroman, der im Frühjahr bei digital publishers erscheinen wird. Bereits im Studium habe ich mich ja viel mit der Regency und der viktorianischen Ära beschäftigt und es macht mir gerade großen Spaß, mich da wieder einzuarbeiten. Vielleicht kommt ja auch mein zweites Studiensteckenpferd - die "Angry Young Men" und Großbritannien in der Nachkriegszeit (eines meiner mündlichen Prüfungsthemen im Ersten Staatsexamen neben "Victorian Sensation Novels") - irgendwann einmal literarisch zum Tragen. Zunächst werde ich aber erst einmal bei Jane Austen und ihren Zeitgenossen bleiben. 

Privat hat sich bei mir auch einiges bewegt. Einige haben es ja mitbekommen, dass ich mit Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert wurde. Das ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Im Grunde attackiert der Körper die Schilddrüse als einen Fremdkörper und zerstört sie so. Hashimoto ist nicht heilbar, aber man kann lernen, damit umzugehen. Insofern war die Diagnose für mich eine Erleichterung im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich war extrem verzweifelt, weil ich trotz normaler gesunder Ernährung ständig zugenommen habe und einfach nicht abnehmen konnte, dauernd müde war, abgeschlagen, antriebslos und zum Teil auch mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hatte. Das hat sich schon allein durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen gebessert. Doch ich habe jetzt auch herausgefunden, wie ich die Gewichtszunahme in den Griff bekomme und wie ich (sehr, sehr langsam und mühselig, aber immerhin) mein Gewicht sogar wieder reduzieren kann. Insgesamt sind jetzt 15 Kilo runter seit Mai. Es geht schleichend und es kostet viel Disziplin und Kraft, aber immerhin bewegt es sich jetzt mal überhaupt. Seit drei Wochen hab ich auch wieder mit dem Laufen angefangen und taste mich da wieder ganz langsam ran (früher bin ich sehr viel gelaufen).  Unterm Strich war die Diagnose für mich also auch ein Glücksfall, da ich nun endlich weiß, was mit mir los ist und entsprechend reagieren kann. 

Insgesamt also ein aufregendes Jahr, in dem viel in Bewegung geraten ist, was sich vermutlich erst im nächsten Jahr so richtig zeigen wird. Es wird also noch spannend.
Euch wünsche ich jetzt frohe Feiertage und einen guten Rutsch und freue mich auf ein ereignisreiches Jahr 2018.